Die Berufe

Die Menschen in Leimersheim, dem Fischer- und Bauerndorf am Rhein, gingen den unterschiedlichsten Berufen nach. Viele Familien ernährten sich von der Landwirtschaft, Männer verdingten ihre Arbeitskraft zusätzlich als Tagner (Tagelöhner), Ackerer oder Schnitter. Frauen arbeiteten neben der Haus- und Erziehungsarbeit als Büglerinnen, Näherinnen oder Strickerinnen. Im Rhein und den Altrheinarmen gingen Berufsfischer ihrer Arbeit nach, es gab auch eine kleine Flotte von „Aalschockern“ im Hafen von Leimersheim.

Heute fast unglaublich, aber es gab in Leimersheim mehrere Bäckereien, Metzgereien, Krämerläden, die die unterschiedlichsten Waren, zum Beispiel Farben, Sämereien, Zigarren, Zigaretten, Manufaktur- und Kolonialwaren angeboten haben. Und es gab mehrere Wirtschaften im Dorf, die als Bestandteil der Leimersheimer Geschichte(n) im Einzelnen vorgestellt werden. Auch das kann man sich heute als Bewohner oder Gast gar nicht vorstellen. Darüber hinaus war auch das Handwerk im Dorf gut vertreten. Es gab Schreiner, wie „s’Bachschräiners“, Wagner, Blechschmied, Daubenholzhauer, Holzschuhmacher, Seiler und Weber, um nur einige davon zu nennen.

Ernst Marthaler hat in seiner großen Ortschronik „Leimersheim 778 – 2003 Die Geschichte eines Dorfes am Rhein“ allen einen Raum gegeben und mit seiner eigenen, blumenreichen Sprache ein Denkmal gesetzt.
Leimersheimer Geschichte(n) bringt die Vergangenheit ins Internet und erlaubt den Nutzern damit einen Blick in die Vergangenheit und bewahrt das Andenken an „die gute alte Zeit“, die oft mit Mühsal, kargen Leben, Hunger und harter Arbeit für die Menschen damals eher nicht so gut war.

gla/and