Verzeichnis Namen und Leben

 

Bürckel Eugen Max

Beruf(e): Holzschuhmacher
Geburtsdatum: 19.06.1925
Geburtsort: Leimersheim
Sterbeort: Raum Brody, Ukraine
Begräbnisort: unbekannt, im Gedenkbuch Potelytsch verzeichnet

Eltern: Eugen Bürckel (Wagner) und Katharina Wolf, Schlossgasse 11
Familienstand: ledig

Einheiten
Erkennungsmarke ausgebende Einheit
Stab mit Kompanie des Pionier-Ersatz-Bataillon 33 (StamKp. Pi.Ers.Btl. 33)
Nachfolgende Einheiten/Truppenteile
Stab-Pionier-Ersatz-Bataillon 33 (Pi.Ers.Btl. 33) 
Wahrscheinlich letzte Einheit
1. Kompanie/Pionier-Bataillon 219 (1./Pi.Btl. 219) – FPN: 15378

Kampfhandlungen
Im Mai 1940 wurde die 183. Infanterie-Division, der das Pionier-Bataillon 219 unterstellt war, nach Luxemburg verlegt wurde und kam von dort an die Maginot-Linie, wo sie bei der Eroberung Lothringens eingesetzt wurde. 
Anschließend wurde sie zunächst in das Protektorat Böhmen und Mähren und danach in den Raum Graz verlegt.
Ab 6. April 1941 nahm die Division am Angriff auf Jugoslawien teil, wo sie den Raum zwischen Drau und Save besetzte. 
10. Juni 1941 wurde die 183. Infanterie-Division zurückverlegt in den Raum Graz/Steiermark.
Ab 4. August 1941, nach dem Beginn des Angriffs auf die Sowjetunion, Verlegung in den Raum Suwalki-Grodno. Die Division rückte auf Wilna und weiter über Dünaburg und Newel nach Welisch vor. 
Ab 20. September 1941 fand der erste Kampfeinsatz der 183. Infanterie-Division im Rahmen des deutsch-sowjetischen Krieges statt im Verband der 4. Armee zur Verteidigung des Jelnja-Bogens und in der Doppelschlacht bei Wjasma und Brjansk. Über Dorogobush und den Fluss Nara kämpfte sich die Division auf Naro-Fominsk vor, wo die Offensive zum Erliegen kam. In der Schlacht um Moskau kämpfte die Division weiter im Verband der 4. Armee und erlitt große Verluste auch durch den Winter mit Temperaturen von −30, −37 und −42 °C. In Abwehrkämpfen an der Nara, südlich Moshaisk und an den Flüssen Worja und Istra konnte die Division mehr als ein Jahr ihre Stellungen halten. 
Ende Januar 1943 fiel die Entscheidung Hitlers, nach den großen Verlusten vor allem bei Stalingrad, den großen Frontbogen von Wjasma-Rschew zur Kräfteeinsparung räumen zu lassen. 
Ab 7. März 1943 zog sich die 183. Infanterie-Division im Verband der 4. Armee auf kürzere Frontlinien ostwärts Spas-Demensk zurück. Sowjetische Angriffe auf die neuen Stellungen bis Ende März 1943 wurden abgeschlagen. Im Unternehmen Büffelbewegung wurde für den Bereich der Heeresgruppe Mitte eine Frontverkürzung um 370 km erreicht. 
Es folgt eine weitere Phase des Stellungskrieges. Danach wurde die 183. Infanterie-Division D direkt der 4. Armee unterstellt und konnte erstmals seit Beginn des Ostkrieges aus der Front abgelöst werden. 
Ab 17. Juli 1943 musste die Division nach dem Scheitern des Unternehmens Zitadelle im Verband der 2. Panzer-Armee, dann der 9. Armee zur Verteidigung des Orel-Bogens eingesetzt werden. Es gelang letztlich nicht, die deutschen Stellungen zu halten, so dass eine Absetz-Bewegung auf die Hagen-Stellung ostwärts Brjansk eingeleitet wurde, an der die Division ab 10. August 1943 teilnahm. 
Ab 28. August 1943 wurde die Division aus der Front herausgelöst und im Bahntransport zur Heeresgruppe Süd in den Einbruchsraum Konotop-Bachmatsch verlegt, wo sie im Verband der 4. Panzer-Armee den Vormarsch der Roten Armee zwar verzögern, aber nicht aufhalten konnte. 
Am 12. September 1943 wurde die 183. Infanterie-Division im Wehrmachtbericht erwähnt. 
Ab 22. September 1943 zog sich die Division zurück, nachdem die Heeresgruppe Süd am 15. September 1943 die Rücknahme ihrer gesamten Front auf die Linie Melitopol-Dnjepr bis nördlich Kiew befohlen hatte, setzte über den Dnjepr und bezog Stellungen nördlich Kiew. 
Im Oktober 1943 musste sich die Kampfgruppe der 183. Infanterie-Division weiter auf den Fluss Teterew zurückziehen. 
Am 22. Oktober 1943 wurde die 183. Infanterie-Division mit zwei weiteren, schwer angeschlagenen Infanterie-Divisionen (217. und 339.) in eine „Korps-Abteilung C“ zusammengelegt. Die Aufstellung der Korps-Abteilung C erfolgte offiziell ab 2. November 1943. Mit dem gleichen Tag endete die Geschichte der 183. Infanterie-Division. 
20. Juli 1944 sollte durch Umbenennung der Korps-Abteilung C die 183. Infanterie-Division wieder aufgestellt werden, wozu es aber aufgrund der Einschließung und Vernichtung im Kessel von Brody während des teilweisen Zusammenbruchs der Front der Heeresgruppe Nordukraine nicht mehr kam.

Dienstgrad, Beförderungen, Auszeichnungen 
Pionier

Lazarettaufenthalte
Januar-Februar 1944 Reservelazarett Speyer wg. Ohrenlaufen

Todesumstände
Seit 22.7.1944 vermisst im Raum Brody, Oblast Lwiw (ehemals Lemberg), Nordwest-Ukraine

Angehörige/Bekannte, die Kontakt mit der WASt hatten
Vater: Eugen Bürckel, Schloßgasse 11
Bruder: Alfons Gustav Bürckel, Bad Bergzabern

Recherchen: Helmut Sittinger, Regina Flory, Lothar Marthaler unter Auswertung von Quellen aus dem Bundesarchiv Berlin (WASt-Kartei), Landesarchiv Speyer, Gemeindearchiv Leimersheim, Standesamt Rülzheim, DRK-Suchdienst, Lexikon der Wehrmacht, Privatarchive
Fotografie: Wilfried Glauber, Quelle Gedenktafel 1939-1945, Leimersheim
gla

Verwandtschaft

Sohn von: Bürckel Eugen
Bruder von: Bürckel Karl

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