Verzeichnis Namen und Leben

 

Schwab Richard

Geburtsdatum: 01.11.1919
Geburtsort: Leimersheim
Sterbedatum (Todestag): 01.01.1942
Sterbeort: Michewo, Michaljewo, Michejewo, Russland
Begräbnisort: Michaljewo
Wohnort(e): Leimersheim

Eltern: Richard Schwab (Glaser) und Maria Eva Schloss 
Familienstand: ledig

Einheiten
Erkennungsmarke ausgebende Einheit
39 – Stab I des Infanterie-Regiments 55 (Stab I/I.R. 55)
Nachfolgende Einheiten/Truppenteile
Infanterie-Ersatz-Bataillon 55 (Inf.Ers.Batl. 55, Würzburg)
Infanterie-Regiment 55, Stab III (Stab III/Inf. Regt. 55)
Wahrscheinlich letzte Einheit
Infanterie-Regiment 55, Stab III

Kampfhandlungen
Bei Beginn des 2. Weltkrieges im Sommer 1939 wurde das Infanterie-Regiment 55 im Rahmen der 17. Infanterie-Division im Polenfeldzug eingesetzt. 
Im Frühjahr 1940 wurde das Regiment im Westfeldzug eingesetzt. Während der zweiten Feldzugphase, der "Schlacht um Frankreich" zog die 17. Infanterie-Division über Rethel zwischen Maas und Marne in Richtung Bar-le-Duc. 
Am 18. Juni 1940 stürmte die Division Chaumont und marschierte durch Burgund bis zur Demarkationslinie. Anschließend verblieb die Division als Besatzungstruppe in Frankreich. 
Im Mai 1941 wurde die Division nach Polen verlegt, um ab dem 22. Juni 1941 am Russlandfeldzug teilzunehmen. Die Division stieß nördlich an Brest-Litowsk vorbei und nahm an der Kesselschlacht im Bialystock teil. Anschließend marschierte die Division zur Beressina.
Im August und September 1941 nahm die Division an der Schlacht um Tschernigow teil. Aus dem Raum Brjansk stieß die Division Richtung Moskau über Kaluga nach Serpuchow vor. Die anschließenden schweren Rückzugskämpfe brachten die Division unter schweren Verlusten nach Malojaroslawez und Juchnow (südwestlich von Moskau). Hier blieb die Division bis Mai 1942 in schweren Abwehrkämpfen in Stellung. 
Dienstgrad, Beförderungen und Auszeichnungen
Unteroffizier
EK II. Klasse, Sturmabzeichen

Lazarettaufenthalte
Keine bekannt

Todesumstände
01.01.1942 bei Michaljewo, Michejewo, Oblast Kaluga, Zentral-Russland, gefallen; Todesursache: Infanteriegeschoss Kopf. Grablage. Michejewo. 
Bei dem angegebenen Ort handelt es sich wahrscheinlich um Mjatlewo nördlich von Juchnow.
Schreiben des Führer des Stabes, Leutnant Gaus, an die Mutter des Gefallen vom 20.01.1942;
„Sehr geehrte Frau Schwab! Am 1.1.42 fiel Ihr Sohn, der Unteroffizier Richard Schwab, bei Michaljewo. Dort wurde er auch von seinen Kameraden zur letzten Ruhe beigesetzt. 
Ich spreche Ihnen, zugleich auch im Namen seiner Kameraden meine tiefste Anteilnahme aus. Mit Ihrem Sohn verliert der Stab nicht nur einen tapferen und tüchtigen Soldaten sondern auch einen beliebten Vorgesetzten und guten Kameraden. Seine Vorgesetzten und Kameraden werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Soweit sich noch eigen Sachen und Wertgegenstände in seinem Besitz befanden, werden diese Ihnen zugeschickt. In allen Fürsorge- und Versorgungsangelegenheiten wolle Sie sich bitte an das zuständige Wehrmacht-Fürsorgeamt wenden.
Möge die Gewissheit, daß Ihr Sohn sein junges hoffnungsvolles Leben, für den Beistand von Führer, Volk und Vaterland opferte, für Sie ein Trost sein, in dem schweren Leid, das Sie betroffen hat.“

Quelle: Emil Weschler (Leimersheimer Familien)
Recherchen: Helmut Sittinger, Lothar Marthaler, Regina Flory unter Auswertung von Quellen aus dem Bundesarchiv Berlin (WASt-Kartei), Landesarchiv Speyer, Gemeindearchiv Leimersheim, Standesamt Rülzheim, DRK-Suchdienst, Lexikon der Wehrmacht, Privatarchive

gla 

Verwandtschaft

Sohn von: Schwab Richard

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