Beruf(e):
Bäcker
Geburtsdatum: 24.03.1914
Geburtsort: Leimersheim
Sterbedatum (Todestag): vermisst seit 01.01.1945
Sterbeort: Weichselbrückenkopf/Warka, Polen
Begräbnisort: unbekannt
Eltern: Karl Lösch II. (Korbmacher, Baggerarbeiter) und Elisabeth Serr, Untere Hauptstraße 10
Familienstand: ledig
Einheiten
Erkennungsmarke ausgebende Einheit
238 – Pionier-Ersatz-Kompanie 246 (Pi.Ers.Kp. 246)
Nachfolgende Einheiten/Truppenteile
/Stab Pi.Btl. 72 (Mob 45))
Wahrscheinlich letzte Einheit
Stab des Pionier-Bataillons 72 – FPN: 26696
Kampfhandlungen
1940 nahm die 72. Infanterie-Division, welcher das Pionier-Bataillon 72 unterstellt war, am Frankreichfeldzug teil. Im Raum La Fère stieß die Division über die Oisne und den Oise-Aisne-Kanal vor. Anschließend kämpfte die Division am Chemin-des-Dames, marschierte zum Ourcq vor und erzwang den Marne-Übergang bei Nanteuil. Anschließend verfolgte die Division die französischen Einheiten über die Seine und die Loire zum Cher ostwärts von Vierzon. Nach der französischen Kapitulation wurde die Division als Besatzungstruppe in die Bretagne und im Oktober 1940 in den Großraum Paris verlegt.
Im Januar 1941 kam die Division dann als Lehrtruppe nach Rumänien. Hier wurde die Division für den Balkanfeldzug bereitgestellt.
Ab dem 6. April 1941 griff die Division aus dem Raum zwischen der Struma und der Mesta die "Metaxas"-Linie an. Nach dem Durchbruch durch diese Festungslinie stieß die Division bis in den Raum Nevkropjon-Peeithori vor. Nach Beendigung des Griechenland-Feldzuges verlegte die Division zurück nach Rumänien.
Ab Juli 1941 nahm die Division am Rußlandfeldzug teil. Als Reserve der 11. Armee folgte die Division der Front und wurde bei Nikolajew in die vorderste Linie eingeschoben.
Im September 1941 erzwang die Division bei Berislaw den Dnjepr-Übergang und stieß anschließend über Askania-Nowa auf Melitopol und von hier aus zur Landenge bei Perekop vor. Anschließend kämpfte die Division auf der Krim und vor Sewatsopol. Im Januar 1942 nahm sie an den Abwehrkämpfen bei Eupatoria teil und focht anschließend auf der Krim und im Juni 1942 gegen die Festung SeWAStopol. Nach Beendigung der Kämpfe auf der Krim wurde die Division zusammen mit der 11. Armee an die Front vor Leningrad verlegt.
Von September 1942 bis Februar 1943 kämpfte die Division im Raum Rshew.
Im März 1943 wurde die Division dann in den Raum Orel verlegt. Hier kam es zu Kämpfen westlich von Kursk und im Raum Dmitrijew-Ssewsk.
Von Juli bis September 1943 folgten schwere Abwehrkämpfe bis hinter die Dessna.
Im September 1943 kämpfte die Division bei der Schlacht um Brjansk, im Oktober 1943 am Dnjepr bei Kiew und im November 1943 im Raum Tscherkassy.
Im Januar 1944 wurde die Division zusammen mit dem XI. und XXXXII. Armeekorps um die Stadt Korsun eingeschlossen.
Mitte Februar 1944 brachen die deutschen Verbände nach Südwesten aus, wobei die Division schwere Verluste erlitt.
Ab dem 2. März 1944 wurde die Division im Generalgouvernement aufgefrischt.
Im April 1944 wurde die Division in den Raum Kowel-Lemberg verlegt und kämpfte anschließend bei Berditschew und Rowno, östlich von Sokal und nördlich von Horochow.
Ab Juli 1944 führten die weiteren Rückzugskämpfe die Division bis zum Weichselbrückenkopf bei Baranow. Hier folgten einige Monate Stellungskrieg.
Im Januar 1945 wurde die Division im Baranow-Brückenkopf zerschlagen.
Dienstgrad, Beförderungen und Auszeichnungen
Stabsgefreiter
Lazarettaufenthalte
Bisher keine bekannt
Todesumstände
Vermisst seit 01.01.1945. Ehemalige Angehörigen der Einheit, welcher Karl Lösch zuletzt angehörte, gaben als Vermisstenort an: Weichselbogen/Weichselbrückenkopf/Warka Brückenkopf, Polen. Karl Lösch ist im Gedenkbuch des Friedhofes Pulawy verzeichnet.
Angehörige/Bekannte, die Kontakt mit der WASt hatten
Ehefrau: Elisabeth Lösch, Adolf-Hitler-Straße 10
Recherchen: Helmut Sittinger, Lothar Marthaler, Regina Flory unter Auswertung von Quellen aus dem Bundesarchiv Berlin (WASt-Kartei), Landesarchiv Speyer, Gemeindearchiv Leimersheim, Standesamt Rülzheim, DRK-Suchdienst, Lexikon der Wehrmacht, Privatarchive
Fotografien: Familienalbum Otto Wolf, Fotograf: Gg. Otto Wolf
gla
Sohn von: Lösch Karl
Bruder von: Lösch Leo