Beruf(e):
Bauer
Geburtsdatum: 1772
Geburtsort: Leimersheim
Sterbedatum (Todestag): 1852
Wohnort(e):
Leimersheim
[Die Schmuggleraffäre zu Leimersheim]
Philipp Adam Geiger steht auf dem Sockel des "Schmugglerkreuzes" als "Ph. A. Geiger". Er gehörte zu der "Vereinigung" der Schmuggler, die im November 1811 in Leimersheim verhaftet und im Oktober 1812 in Straßburg vor Gericht gestellt wurden. Er war Bauer und damals 39 Jahre alt. Er hatte Maria Barbara Heidt geheiratet und im Jahre 1811 hatten sie bereits sechs Kinder.
Laut Gerichtsakte maß er 174 cm, hatte braunes Haar und eine hohe Stirn. Sein Gesicht war oval mit einem mittelgroßen rundlichen Kinn, zugespitzter Nase und braunen Augen.
Mit seinen zehn Leidensgenossen, J. Schardt war im Januar 1812 im Gefängnis gestorben, stand Philipp Adam am 15. Oktober 1812 in Straßburg vor Gericht. Das Oberzollgericht (Cour prévotale des douanes de Nancy) verurteilte ihn unter Anrechnung mildernder Umstände für einfache Taten als "simple porteur" (einfacher Träger) bei einer Schmuggelaktion zu einem Jahr Freiheitsentzug und fünfjähriger Polizeiaufsicht. Hinzu kam eine erhebliche Geldbuße.
Nach einem Jahr, am 16.10.1813, wurde er mit seinen fünf Gefährten in die Freiheit entlassen und kehrte zu seiner Familie nach Leimersheim zurück. Geiger starb 1852 im hohen Alter von 80 Jahren. Er überlebte seine Frau, die ihm noch eine Tochter geboren hatte und 1834 im Alter von 63 Jahren verstorben war, um 18 Jahre.
Text: Anton Kuhn
Quelle: Anton Kuhn, "Die Schmuggleraffäre zu Leimersheim" (2011)