Verzeichnis Namen und Leben

 

Emling Alfons Maximilian

Beruf(e): Schiffer, Wirt
Geburtsdatum: 30.03.1900
Geburtsort: Landau
Sterbedatum (Todestag): 05.04.1945
Sterbeort: Woroschilowgrad (Luhansk), Ukraine
Begräbnisort: Golubowka, Ukraine
Wohnort(e): Leimersheim

Eltern: Eugen (Feldwebel) Emling (Wirt vom Gasthaus zum Schiff) und Maria Theresia Hürter aus Straßburg
Familienstand: verh. seit 3.5.1934 mit Mathilde Böller, Zeiskam
Kinder: 2

Einheiten
Erkennungsmarke ausgebende Einheit
Nicht bekannt.
Nachfolgende Einheiten
Außer der Nachschub-Kompanie 157 keine weiteren bekannt.
Wahrscheinlich letzte Einheit
Nachschub-Kompanie 157 – FPN 19214 

Kampfhandlungen
Ab dem 10. Mai 1940 nahm die 57. Infanterie-Division, der die Nachschub-Kompanie 157 unterstellt war, am Westfeldzug teil. 
Im Mai 1941 wurde die Division dann nach Zamosz in Polen verlegt. 
Ab dem 22. Juni 1941 nahm sie am Russlandfeldzug teil und marschierte kämpfend über Lubar, Berditschew und Tetylow zur Kesselschlacht bei Uman. Nach Beendigung der Kesselschlacht verblieb die Division als Armee-Reserve der 17. Armee bei Kriwoi Rog und nahm im Oktober 1941 am Angriff auf Charkow teil. 
Bei den schweren Abwehrkämpfen im Winter 1941/42 stand die Division zwischen Belgorod und Charkow. 
Im Februar 1942 wurde das detachiert bei der 62. Infanterie-Division eingesetzte Regiment 179 durch das dafür vorgesehene IR 164 der 62. ID ausgetauscht. Es folgten Stellungskämpfe am Donez und im Donezbecken südlich von Belgorod.  
Von hier aus trat die Division im Sommer 1942 zur Offensive in Richtung Don an und erreichte im August 1942 Woronesch. Bei Woronesch verblieb die Division bis Februar 1943. 
Nach der Schlacht um Stalingrad mußte sich die Division dem Rückzug der Heeresgruppe Süd anschließen und erlitt dabei schwere Verloste. Zwischen Belgorod und Obojan kam die deutsche Front zum Stehen. 
Ab Oktober 1943 begann dann der Rückzug zum Dnjepr. Dabei wurde die Division im Kessel von Tscherkassy eingeschlossen. Beim Ausbruch aus dem Kessel im Februar 1944 erlitt die Division bei den Kämpfen am Gniloi Tikitswch schwerste Verluste. Die Reste der Division wurden anschließend auf Befehl der Org.Abt./OKH vom 28. Februar 1944 (Nr. I/1836/44) auf den Truppenübungsplatz Debica verlegt, um hier aufgefrischt zu werden. 
Bereits ab dem 13. April 1944 wurde die Wiederaufstellung der Division abgebrochen und die vorhandenen Teile wurden zur Heeresgruppe Mitte in den Raum Mogilew verlegt. 
Am 25. Juni 1944 begann im Abschnitt der Division die russische Sommeroffensive gegen die Heeresgruppe Mitte. Nach ersten russischen Erfolgen blieb der 26. Juni vor der Front der Division ruhig. 
Am 27. Juni 1944 zog sich die Division auf den Drut zurück und bildete dort einen Brückenkopf. Bis zum 30. Juni erreichten die Spitzen der Division den Raum von Goluka, wobei ein Großteil der schweren Waffen verloren ging. Hier bildete die Division einen starken Brückenkopf am Westufer der Olsa. 
Am 3. Juli 1944 trat die Division ihren Weitermarsch in nordwestliche Richtung an und versuchte, die Rollbahn bei Borissow zu erreichen. Da Borissow jedoch bereits gefallen war, musste die Division am Nachmittag nach schweren Kämpfen nach Südwesten abdrehen. 
Am 4. Juli 1944 marschierte die Division weiter nach Westen, stieß jedoch am Nachmittag auf Feind und konnte den Vormarsch nicht fortsetzen. Die Division war zusammen mit dem XXVII. Armeekorps im Kessel von Bobruisk eingeschlossen. 
Am Abend des 5. Juli 1944 bildete die Division einzelne Kampfgruppen, die versuchten, sich nach Westen durch die Einkesselung durchzuschlagen. Die Masse der Division ging dabei in Gefangenschaft bzw. kam ums Leben. 

Dienstgrad, Beförderungen und Auszeichnungen
Bisher keine bekannt

Lazarettaufenthalte
Bisher keine bekannt

Todesumstände
5.4.1945 im russischen Kgf.-Lazarett Kolibowka/Golubowka (Donbass) bzw. Kriegsgefangenenlager Woroschilowgrad (Luhansk), Oblast Luhansk, Ost-Ukraine, an Unterernährung gestorben und in Golubowka, Donbas, begraben. Grablage nicht verzeichnet bzw. Friedhof Golubowka

Angehörige/Bekannte, die Kontakt mit der WASt hatten
Ehefrau Mathilde Emling geb. Röller, Leimersheim

Recherchen: Helmut Sittinger, Regina Flory, Lothar Marthaler unter Auswertung von Quellen aus dem Bundesarchiv Berlin (WASt-Kartei), Landesarchiv Speyer, Gemeindearchiv Leimersheim, Standesamt Rülzheim, DRK-Suchdienst, Lexikon der Wehrmacht, Privatarchive
Fotografie: Wilfried Glauber, Quelle Gedenktafel 1939-1945, Leimersheim
gla

[zurück zur vorherigen Seite]