Buttmann Friedrich
Beruf(e):
Fabrikarbeiter
Geburtsdatum: 15.10.1912
Geburtsort: Altmannstetten
Sterbedatum (Todestag): 30.10.1944
Sterbeort: Torkenhof/Sworba, Estland
Begräbnisort: Kuressaare, Estland
Wohnort(e):
Leimersheim
Mutter: Wilhelmine Buttmann (unehelich) verh. Schnepf
Familienstand: verh. seit 16.11.1943 mit Elisabeth Laveuve
Kinder: 1, geb. 1944
Einheiten
Erkennungsmarke ausgebende Einheit
1. Kompanie/Schützen-Ersatz-Kompanie 438 (Sch.E.Kp. 438)
Nachfolgende Einheiten/Truppenteile
1. Kompanie/Grenadier-Regiment 503
Infanterie-Ersatz-Bataillon 154
Wahrscheinlich letzte Einheit
5. Kompanie/Jäger-Regiment 23 (5. Jg.R. 23) – FPN: 47283 B
Kampfhandlungen
Ende 1942 wurde das Luftwaffen-Jäger-Regiment 23 für die 12. Luftwaffen-Feld-Division aufgestellt. Nach fast dreimonatiger Ausbildung wurde das Regiment zur Heeresgruppe Nord verlegt und dem XXVIII. Armeekorps am Wolchow zugeführt.
1943 wurde das Regiment eingesetzt westlich des Brückenkopfes Kirischi südlich des Ladogasees und anschließend am Pogostje-Kessel, bei Lipowik und Korodyna nordostwärts von Ljuban.
Am 1. November 1943 wurde das Regiment in das Heer übernommen.
Am 14. Januar 1944 begann die russische Offensive zur Zerschlagung der Heeresgruppe Nord. Es folgten Abwehr- und Rückzugskämpfe zwischen Ljuban und Tschudowo, über Wolossowo, Ordasch und Luga sowie die Absetzbewegung in die "Panther"-Stellung zwischen Pleskauer- und Peipus-See.
März 1944 Verlegung in den Raum südlich von Pleskau, dann nördlich der Stadt, wo sich das Regiment zwischen Pleskau und der Welikaja-Mündung behaupten konnte.
Im April 1944 befand sich das Regiment auf dem Rückzug zum Embach-Abschnitt an der Südspitze des Wirtz-Sees. Hier am Wirtz-See erlitt es schwere Verluste.
Am 10. Oktober 1944 zog sich das Regiment nördlich von Riga nach Kurland zurück, ging über die Aa und wurde zum Küstenschutz in Nordkurland eingesetzt.
Am 13. Oktober 1943 erhielt das Regiment den Befehl, auf die Insel Ösel zu verlegen, um die schwer angeschlagene 218. Infanterie-Division abzulösen. Das Regiment bezog den "Leo-Riegel" auf der Halbinsel Sworbe.
Am 19. Oktober 1944 begann hier der russische Großangriff und am 23. Oktober wurden die Reste des Regiments wieder auf das Festland überführt und unmittelbar in der 2. Kurland-Schlacht eingesetzt.
Dienstgrad, Beförderungen und Auszeichnungen
Gefreiter, Unteroffizier
Lazarettaufenthalte
22.12.1942 bei Soluboro leicht verwundet durch Infanteriegeschoss am Hals
23.8.1943 2 Kilometer nordwestlich von Gontowaja-Lipka, zwischen Moskau und St. Petersburg, schwer verwundet an Brust, linkem Arm und linker Hand durch Artillerie-Geschoss
2.9.1943 Kriegslazarett Riga wg. Granatsplitterverwundung am linken Ober- und Unterarm und Brust
29.10.1944 Sanitätskompanie 2/23 Hauptverbandsplatz (H.V.Pl.) Torkenhof/Sworba, Estland, dort am 30.10.1944 gestorben
Todesumstände
30.10.1944 Sanitätskompanie 2/23 Hauptverbandsplatz (H.V.Pl.) Torkenhof/Sworba, Estland
Angehörige/Bekannte, die Kontakt mit der WASt hatten
Ehefrau Elisabeth Buttmann, Hindenburgstraße 51; Enkel Stefan Tülp, Geisenheim, Pflänzerstraße 20
Recherchen: Helmut Sittinger, Regina Flory, Lothar Marthaler unter Auswertung von Quellen aus dem Bundesarchiv Berlin (WASt-Kartei), Landesarchiv Speyer, Gemeindearchiv Leimersheim, Standesamt Rülzheim, DRK-Suchdienst, Lexikon der Wehrmacht, Privatarchive
Fotografie: Wilfried Glauber, Quelle Gedenktafel 1939-1945, Leimersheim
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