Geburtsdatum: 06.11.1886
Geburtsort: Leimersheim
Sterbedatum (Todestag): 24.02.1950
Sterbeort: Oberdießen
Wohnort(e):
Leimersheim, Oberdießen
Eltern: Major Johann Schöpf und Käthchen Mühlhofer
Familienstand: geschieden
Einheit / Militärdienst:
15.07.1906 Fähnrich bei der 3. Fahrenden Batterie des 2. bayer. Feld-Artillerie-Regiments
Dienstantritt:
02.08.1914 bei der 4. Batterie des 12. bayer. Feld-Artillerie-Regiments
Versetzungen:
17.11.1914 zum 12. Feld-Artillerie-Regiment
01.04.1915 zum 21. Feld-Artillerie-Regiment, Führer der 5. Batterie
25.10.1915 Führer der 1. Batterie
16.09.1916 zur 9. Batterie des bayer. Reserve-Feldartillerie-Regiments Nr. 6
Kampfhandlungen:
30.08.1914 - 14.09.1914 Schlacht vor Nancy-Epinal
23.09.1914 - 06.10.1914 Schlacht an der Somme, anschl. Stellungsk. westl. St. Quentin bis 10.10.1914
30.10.1914 - 24.11.1914 Schlacht bei Ypern, anschl. Stellungskämpfe in Flandern bis 14.12.1914
14.02.1915 - 17.02.1915 Gefecht bei St. Eloi
15.01.1915 - 27.02.1915 und 28.03.1915 - 01.04.1915 Stellungskämpfe in Flandern
01.05.1915 - 02.05.1915 Schlacht bei Gorlice-Tarnow
04.05.1915 - 25.05.1915 Verfolgungskämpfe nach der Schlacht von Gorlice-Tarnow
17.05.1915 - 22.05.1915 Schlacht bei Lemberg
26.05.1915 - 07.06.1915 Kämpfe um Przempl
12.06.1915 - 15.06.1915 Durchbruchsschlacht von Lubaczow
17.06.1915 - 22.06.1915 Schlacht bei Lemberg
23.06.1915 - 27.06.1915 Verfolgungskämpfe an der galizisch-polnischen Grenze
25.10.1915 - 02.11.1915 Feldzug in Serbien
06.03.1916 - 24.03.1916 Schlacht vor Verdun
18.09.1917 - 07.10.1917 Herbstschlacht in Flandern
01.01.1918 - 30.01.1918 Stellungskämpfe bei Regnieville und Fey-en-Heye
Beförderungen:
08.07.1906 Fähnrich
20.07.1908 Leutnant
30.11.1914 Oberleutnant
19.03.1917 Hauptmann
Auszeichnungen:
12.03.1911 Prinzregent-Luitpold-Medaille
22.09.1914 Eisernes Kreuz 2. Kl. und 1. Klasse
15.01.1915 Militär-Verdienst-Orden 4. Klasse mit Schwert
27.03.1915 Ritterkreuz des Militär-Max-Josef-Orden
05.06.1916 Österreichisches Eisernes Kreuz, Österr. Militär-Verdienst-Kreuz 3.Klasse mit Kriegsdekoration
Erkrankt:
11.08.1914 - 17.08.14 im Lazarett Mörchingen
01.09.1914 aus Kriegslaz. Saarbrücken entlassen
Verwundungen:
14.12.1914 in Hollebecke am Kopf schwer verwundet
12.01.1916 - 15.01.1915 im Feldlazarett Comines II und im Erholungsheim Mouveau
01.03.1915 - 27.03.1915 mit Nervenschock ins Erholungsheim Mouveau
27.06.1915 wegen Herzschwäche (nervöses Herzleiden) ins Feldlazarett der 1. bayer. Infanterie-Division
Hermann Ritter von Schöpf wurde auf Rückmarsch durch Flieger-Bombe am Kopf verwundet.
Recherche: Helmut Sittinger
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Weimarer Republik und Zeit des Nationalsozialismus
Zum 25. November 1918 wurde Schöpf aus dem Heeresdienst verabschiedet. Anschließend trat er in den Polizeidienst ein, in dem er zuletzt den Rang eines Majors erreichte. Politisch schloss er sich Anfang der 1930er Jahre der NSDAP (Mitgliedsnummer 508.658) an, in die er offiziell zum 1. April 1931 eintrat. Der Eintritt in die Straßenkampforganisation der Partei, die SA, erfolgte am 15. April 1931. In dieser wurde er zum 1. Februar 1932 zum SA-Oberführer befördert und zum 1. Februar 1932 zum Führer der SA-Untergruppe Magdeburg-Anhalt ernannt, die er bis zum Verbot der SA am 13. April 1932 führte. Nach der Wiederzulassung der Organisation am 1. Juli 1932 wurde Schöpf mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Stabsführers der Reichsführerschule der SA in München beauftragt. Zum 1. September 1932 wurde er regulär in den Stab der Führerschule versetzt, wo er nun offiziell vom 1. September 1932 bis 14. Februar 1933 das Amt des Stabsführers innehatte.
Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten im Frühjahr 1933 wurde Schöpf zum 15. Februar 1933 mit der Führung der SA-Untergruppe Schwaben mit Dienstsitz in Augsburg beauftragt. Diesen Posten hatte er bis zum 31. August 1933 inne. Anschließend amtierte er vom 1. September 1933 bis 22. Februar 1934 als Führer der SA-Brigade 87 (Schwaben), in die die Untergruppe im September 1933 umgewandelt wurde. Zum 1. September 1933 wurde er zum SA-Brigadeführer befördert.
Ab März 1933 amtierte Schöpf als Sonderkommissar bzw. ab 1. September Sonderbevollmächtigter der Obersten SA-Führung bei der Kreisregierung von Schwaben und Neuburg, d. h. als Verbindungsmann und zur Kontrollperson der SA bei diesen Körperschaften. Diesen Posten bekleidete er bis zum 22. Februar 1934. Im April 1933 war er außerdem als Ersatzmann der NSDAP auf dem Wahlvorschlag für den Bayerischen Landtag nominiert worden.
Am 22. Februar 1934 schied Schöpf unter Enthebung von seiner bisherigen Dienststellung und seines Dienstgrads aus der SA aus. Hintergrund waren Auseinandersetzungen mit dem Gauleiter Karl Wahl.
Quelle: Wikipedia (Normdaten (Person): GND: 139983945 | VIAF: 103303244 | Wikipedia-Personensuche)
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