Beruf(e):
Bauer
Geburtsdatum: 1774
Geburtsort: Leimersheim
Sterbedatum (Todestag): 1854
Wohnort(e):
Leimersheim
[Die Schmuggleraffäre zu Leimersheim]
Georg Adam Schaaf gehörte zu der "Schmugglervereinigung", die das "Schmugglerkreuz" für den damals neuen Friedhof in Leimersheim gestiftet hat. Auf dem Sockel ist er mit "G.A.Schaf" eingekerbt. Er war Bauer und 1811, im Jahr der "Schmuggleraffäre, 37 Jahre alt. Seit 1798 war er mit Christina Hörner verheiratet, mit der er bisher fünf Kinder hatte.
Laut Gerichtsakte maß er 177 cm und hatte kastanienbraunes Haar und Augenbrauen. Als weitere Kennzeichen wurden genannt: blaue Augen, hohe Stirn und schmale Nase, längliches Gesicht mit mittelgroßem Mund und länglichem Kinn.
Nach der fehlgeschlagenen Schmuggelaktion am 14.11.1811 wurde er mit elf Leidensgenossen verhaftet und in das Gefängnis nach Straßburg gebracht. Fast ein Jahr später, am 15.10.1812, stand er mit zehn Gefährten, J. Schardt war im Januar an Faulfieber gestorben, in Straßburg vor Gericht.
Das Oberzollgericht (Cour prévotale des douanes de Nancy) ließ mildernde Umstände gelten und verurteilte ihn wegen Begünstigung und Unterstützung der Schmuggelei für einfache Taten als "simple porteur" (einfacher Träger) zu einem Jahr Freiheitsentzug, fünfjähriger Polizeiaufsicht und einer erheblichen Geldbuße.
Im Oktober 1813, nachdem er ein Jahr Gefängnis überstanden hatte, kehrte er nach Leimersheim zu seiner Familie zurück. Seine Frau schenkte ihm noch drei weitere Kinder. Sie starb 1847, während er im für die damalige Zeit hohen Alter von 80 Jahren 1854 verschied.
sem/red
Text: Anton Kuhn
Quelle: Anton Kuhn, "Die Schmuggleraffäre zu Leimersheim" (2011)