Tabakbauer

Die Tabakbauern in Leimersheim betrieben die Landwirtschft oft im Nebenerwerb. So auch Emma Kuhn (geb. Geiger). Auf den Äckern der Familie wurden neben Tabak auch Gurken angebaut. Das Bestellen der Felder war reine Handarbeit, denn die Familie Kuhn besaß keine Zugtiere. Die Ernte begann in der Regel im August mit dem Brechen der Tabkablätter. Das Einlesn (einfädeln der einzelnen Tabakblätter auf Schnüre) war Arbeit, die oft auch von den heranwachesenden Mädchen gemacht wurden, die sich damit ihr Kerwegeld verdienen konnten. Für ein "Beerd" (Bündel) bekam man vor dem Krieg 10 Pfennig gezahlt, an einem Nachmittag schffte eine gute Einleserin 10 Bündel. Die Bündel wurden dann entweder an den Häusern unter einem Dachvorsprung oder in den Duwakschopf zum Trocknen aufgehängt. Das wiederum war dann Männerarbeit. 

Quelle: Veronika Großhans, Ernst Marthaler
gla

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